Donnerstag, 28. November 2013

Compeed Invisible Herpesbläschen Patches

Wer sich schon mal mit Herpesbläschen begnügen durfte oder regelmäßig davon betroffen ist weiß, wie schmerzhaft und unschön das sein kann.


Abgesehen davon taucht das ganze meistens dann auf, wenn man es am aller wenigsten benötigt. Meine -Scätters- Mama beispielsweise bekommt sie regelmäßig in stressigen Situationen, beispielsweise vor dem Urlaub, wenn es ans Packen und Erledigen der letzten Dinge vor der Abreise geht.

Compeed hat uns freundlicherweise angeboten, die Patches zu testen. Passend dazu findet ihr auf der Compeed-Homepage einen Make-Up Guide mit Tipps, wie sich die Herpesbläschen mit den Patches in verschiedenen Looks überschminken bzw. kaschieren lassen.

Ohne akutes Problem ist das natürlich ein wenig schwierig, allerdings haben wir die Überschminkbarkeit des Patches und den Tragecomfort testen können.
Eine akut Betroffene hat sich praktischer weise auch gefunden ;)



Compeed Invisible 
  • Preis um 8 Euro
  • Inhalt 15 Patches
Produktversprechen
  • Wirkt bis zu 12 Stunden ununterbrochen
  • Wirkt wie ein Virenschutzschild (reduziert das Risiko weiterer Ansteckung aus der Wunde heraus)
  • unsichtbar
  • fördert die Wundheilung
Anwendung
"Für beste Ergebnisse sollte das Patch bei den ersten Anzeichen eines Ausbruchs wie Kribbeln angewandt werden. Während des Virusausbruchs weiter Tag und Nacht ein Patch verwenden, bis das Herperbläschen vollständig verheilt ist."

Verpackung
Praktisch für Unterwegs befinden sich die Patches in einem stabilen Kunststoff-Döschen.
Im Döschen selbst befindet sich ein integrierter Spiegel. Wirklich gut mitgedacht.



Handhabung
Ohne den Patch auf der klebrigen Seite zu berühren, lässt er sich relativ einfach aufkleben.
Eines der Papierchen abziehen, Patch platzieren und dann das zweite Papier ebenfalls entfernen. 

Der Patch selbst ist sehr dünn und leicht, ganz ähnlich wie die gängigen Anti-Pickel-Patches fürs Gesicht. Im Vergleich allerdings eher dünner.


Sichtbarkeit
Zunächst habe ich den Patch auf der nackigen Lippe getestet.
Aus einer "normalen" Entfernung oder im Vorbeigehen würde ich behaupten, wird das Gegenüber den Patch kaum bemerken. In der Nahaufnahme ist er natürlich dennoch sichtbar oder auch, wenn jemand wirklich nahe steht. Je nach Blickwinkel glänzt der Patch auch ein wenig.




Tragegekomfort
Wie ihr oben sehen könnt, wellt sich der Patch ein wenig. Nicht vermeidbar, sobald man den Mund bewegt. Wenn ich allerdings den Mund halte, spüre ich den Patch kaum ;) Als unangenehm oder störend würde ich es nicht bezeichnen.

Mit Make Up und Lippenstift
Ich habe mich für eines meiner Standard-Make Ups entschieden:
Make Up, Puder, Rouge, Wimperntusche, Kajal und Lippenstift.

Laut Schminkguide wird das Auftragen des Make Ups mittels Schwämmchen empfohlen, wenn man vorsichtig ist, funktioniert es allerdings auch mit einem Make Up Pinsel. Wichtig ist, dass man keine zu starken Wisch-Bewegungen macht und kein Produkt unter den Patch gelangt.

Nach Puder und Foundation mit Patch




plus Lippenstift

In Bewegung


Haltbarkeit
Laut Verpackung bis zu 12 Stunden. Die "bis zu-Angaben" kennen wir sicher alle, das sind in den meisten Fällen doch eher die Ausnahmen. Leider oder doch "glücklicherweise" plagt sich meine Mama grade akut mit einem Herpesbläschen am Mund herum. Sie hat sich bereiterklärt die Patches zu testen.

Scätters Mama
Bei meiner Mama hat der Patch ca. 5 Stunden gehalten. Da bei ihr das Herpesbläschen auch ein Stück weit auf der Innenlippe lag, hat sich der Rand des Patches dort begonnen abzulösen. Gleiche Beobachtung wie bei mir: Je nach Blickwinkel wird der Patch mehr oder weniger sichtbar. Überschminken konnte sie Problemlos.
Worüber sie begeistert war ist die Pflegewirkung: Dort wo der Patch aufgeklebt war, war die herpesgeplagte Lippe wunderbar weich und gepflegt.
Ihr Fazit: Eher beim ersten Kribbeln anwenden und damit das Schlimmste vermeiden oder dann, wenn das Herpesbläschen komplett mit einem Patch abgedeckt werden kann.
Wie gut der Patch wirkt und wie gut er hält, kommt ganz einfach individuell auf das Herpesbläschen an.


Jenni's Erfahrung
Ich bin leider eine Person, die mindestens 2x im Jahr von Herpes betroffen ist. Meist nach den ersten Sonnenstrahlen und dann noch mal im Winter. 
Als die Patches vor ein paar Jahren raus kamen, dachte ich, sie seien die unschlagbare Wunderwaffe im Kampf gegen den Herpes. Man glaubt ja der Werbung auch ein bisschen. 
Herpes haben und nicht sehen? Wie geil ist das denn?
Naja, ich bekomme Herpes immer an unterschiedlichen Stellen: am Mund, neben dem Mund, an der Nase, in der Nase, auf der Backe. Echt schlimm. Meistens sind es dann auch nicht nur ein- oder zwei Bläschen, sondern wirklich eine kleine Fläche.
Wer schon mal Herpes hatte weiß, wie die einzelnen Stadien sind. Zuerst sind es kleine Bläschen, dann nässend mit gelbem, getrocknetem Sekret und irgendwann dann heilt der Kram mal ab (mit oder ohne Kruste).

Das erste Mal habe ich die Patches auf die Bläschen geklebt. Dort sollen sie laut Hersteller 12 Stunden halten- also ich weiß nicht, unter welchen Bedingungen das getestet wurde, aber bei mir klappte das jedenfalls nicht. 
Jenachdem, wo der Herpes sitzt, sorgen die Mundbewegungen und auch trinken, essen ect. dafür, dass sich das Patch löst und die Bläschen aufreißt. Das ist mMn nicht Sinn der Sache und macht den Herpes nicht besser, sondern verschlimmert das Ganze nur. Zudem würde ich mir sehr wünschen bzw. hätte ich es mir gewünscht, dass dieser schlimme Juckreiz gelindert wird, aber das ist leider Fehlanzeige. 
Auch sind die Patches nicht unsichtbar. Wie Scätter oben schon schrieb und auch ich vor ein paar Sätzen berichtet habe, tragen Mundbewegungen und ein suppender Herpes dazu bei, dass sich Fältchen bilden und das Patch nicht mehr gut klebt und den Herpes schützt (was es ja eigentlich tun soll).
Ich denke, die Erfindung ist ganz nett und man sollte sie testen, um sich eine Meinung darüber bilden zu können, aber für mich sind sie leider nichts. Zum einen sind sie meistens zu klein für meinen Herpes und zum anderen halten sie in der Lippengegend leider nicht gut.

Einen hoffentlich herpesfreien Tag!


&








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