Donnerstag, 7. Juni 2012

Selbstgemacht: Ringelblumensalbe

Einen schönen Donnerstag!
Oder wenn ihr wie ich im “richtigen” Bundesland wohnt: Einen schönen Feiertag!

Die letzten Tage habe ich mich um mein Projekt Kosmetikherstellung gekümmert. Begonnen habe ich nun ganz simpel mit einer Ringelblumensalbe.




Und was macht man damit?
Verwenden kann man sie z.B. bei kleineren Verletzungen, Hautaufschürfungen, blauen Flecken und natürlich bei rauer oder wunder Haut.

Dafür habe ich benötigt:

  • Bienenwachs
  • Calendulaöl (= Ringelblume)
  • Sheabutter
Da ich nicht über alle praktischen Hilfsmittel verfüge, wie z.B. Bechergläser oder Briefwaage, musste ich ein wenig improvisieren. Küchenwaagen z.B. wiegen i.d.R. erst ab ca. 5 Gramm.
Ich habe euch die Herstellung Schritt für Schritt festgehalten:
1. Abwiegen der einzelnen Zutaten.




2. Schmelzen des Bienenwachses auf der schwächsten Stufe des Herdes.



3. Calendulaöl hinzugeben und warten, bis die beiden Stoffe sich miteinander verbunden haben.



4. Sheabutter flöckchenweise in die Masse geben. Die Resthitze genügt, damit sie sich verflüssigt.




5. Die noch heiße Flüssigkeit in die Behältnisse füllen. Die Gesamtmenge die ich hier hergestellt habe beträgt etwa 50 ml. Ohne Deckel komplett auskühlen lassen (sonst schwitzt die Salbe und es bildet sich Kondenswasser darauf!). Die Masse verliert Ihre Klarheit und wird zu einer festen, gelben Salbe.



Nach wenigen Minuten:


Insgesamt habe ich nur 10-15 Minuten für die Herstellung benötigt, war also super einfach und ging ruck zuck!


Die Salbe ist ein Jahr haltbar.



aus Wikipedia:

“Es ist die Blume, die man klassischerweise für die Frage Er liebt mich, er liebt mich nicht verwendet. Das Abpflücken der Blumen soll allerdings Gewitter heraufbeschwören.


Die Ringelblume soll sich auch zur Liebesweissagung im Traum verwenden lassen: Sie wird gemeinsam mit Sommerkräutern getrocknet, gemahlen und mit Honig und Essig zu einer Salbe verarbeitet. Junge Frauen trugen die Salbe auf, bevor sie zu Bett gingen und riefen den Heiligen Lukas an, sie von ihrer großen Liebe träumen zu lassen.
Bei Bauern stand die Ringelblume in hohem Ansehen, weil sich mit ihrer Hilfe das Tageswetter voraussagen ließ. Waren die Blüten zwischen 6 und 7 Uhr bereits geöffnet, so versprach dies einen schönen sonnigen Tag. Waren sie jedoch nach 7 Uhr noch geschlossen, so musste mit Regen gerechnet werden.”

Das Video über die Rohstoffbestellungen findet ihr hier *klick*



Kommentare:

  1. Sehr interessant, vielleicht versuche ich das auch mal! Ich suche schon lange nach vernünftigen Salben, bes. Ringelblume, aber bin zu faul sie selbst zu machen... ;-p Besonders gerne würde ich (Shampoo-)Seifen selbst machen, aber das ist ja extrem aufwändig.

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  2. In der Apotheke machen wir das so, dass wir sie kalt rühren. Ich weiß nicht wieso (bin nur Praktikantin, darf aber Salben machen!), aber könnte daran liegen, dass wir sie in Plastikgefäße rühren und oh, weil sie sonst Klümpchen bekommen eigentlich. Aber irgendwie waren da auch mehr Inhaltsstoffe drin. Wenn ich im Sommer wieder arbeite, werd ich mal nachschauen *g*

    Aber voll cool! :) Muss ich auch mal machen! Ich mach sie so gerne in der Arbeit irgendwie :D

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  3. Hey!
    Ihr habt einen wunderschönen BLog! :)

    Habt ihr vielleicht Lust auf gegenseitiges Verfolgen?? :)

    Liebe Grüße<3
    Melli

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  4. Ein kleiner Tip, da meine Mama früher sehr viele Cremes und Salben selbstgerührt hat: verwende keine Holzkochlöffel - die Utensilien müssen alle vor dem Rühren steril gemacht werden können, damit die Salbe dann möglichst lang haltbar ist, und bei Holz ist das einfach nicht möglich. Am besten: Edelstahl, Glas, und zur Not neues (glattes, nicht beschädigtes) Plastik, das Kochtemperaturen aushält. Auch die Salbentiegel sollen immer vor dem Einfüllen desinfiziert, also abgekocht bzw mit Alkohol ausgespült werden. LG! :)

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  5. Hallo Vendra! Danke für deinen Tip!
    Das mit dem Holzlöffel ist mir im Nachhinein auch gedämmert, aber da war es dann schon zu spät ;D

    Der Hinweis mit dem Desinfizieren steht natürlich auch im Buch ;)

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